Jobben während des Studiums
Das Wichtigste im Überblick
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Jobratgeber

Jobratgeber für Studierende

Das Wichtigste fürs Jobben während des Studiums im Überblick

 

Minijob und eigenes Gewerbe

Wer nur dazu verdienen möchte, um sich mal was leisten zu können, ist mit einem „Minijob“ gut beraten. Dabei darf man zwar monatlich höchstens 450 Euro verdienen, aber diese Einnahmen sind steuerfrei. Sozialabgaben werden nicht fällig, außer in der Rentenversicherung, es sei denn, Ihr stellt einen Antrag auf Befreiung.

Man kann auch ein Gewerbe anmelden, denn viele Jobs werden auf Basis einer freien Tätigkeit vergeben. Steuerlich ist das Gewerbe für Studierende oft günstiger, weil sie mehr Ausgaben absetzen können als bei einer Festanstellung. Dafür ist aber auch der Aufwand für Buchhaltung und Einkommenssteuererklärung größer.

 

Sozialversicherung

Das besondere an einem Studijob ist, dass im Gegensatz zu einem „normalen“ Arbeitsverhältnis keine Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung besteht und Ihr dadurch Geld spart. Dies gilt aber nur während der Vorlesungszeit und ist auf 20 Stunden pro Woche begrenzt.

Aber Vorsicht: Die Versicherungsfreiheit bezieht sich nur auf den Job! Als Studierende seid Ihr durchaus krankenversichert – entweder in der studentischen Pflichtversicherung, über Eure Eltern in der Familienversicherung oder in einer privaten Versicherung.

 

Hinweis zum BAföG

Der Verdienst aus einem Job wird grundsätzlich auf den BAföG-Bedarf angerechnet, Ihr bekommt also weniger BAföG! Unter Berücksichtigung der üblichen Abzüge und einem nach dem BAföG gewährten Freibetrag bleiben in einem Bewilligungszeitraum von einem Jahr für Studierende jedoch 5.400 Euro anrechnungsfrei.

Dies entspricht einem durchschnittlichen Verdienst von 450 Euro pro Monat. Wer in einem Urlaubssemester jobbt, hat in dieser Zeit keinen BAföG-Anspruch. Dies gilt auch für alle, die in der Vorlesungszeit mehr als 20 Stunden wöchentlich jobben. Wichtig: Ihr seid verpflichtet, Euer BAföG-Amt über den Umfang Eures Jobs zu informieren.

 

Lohnsteuer

Wenn Ihr nur einen 450-Euro-Job habt, müsst Ihr keine Lohnsteuer zahlen und auch keine Steuererklärung abgeben. Arbeitet Ihr „auf elektronische Steuerkarte“, lohnt sich meist im folgenden Jahr eine Steuererklärung, nach der Ihr die vom Arbeitgeber abgeführten Steuern wieder zurückerhaltet. Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr im Kalenderjahr nicht zu viel verdient habt. Alle gezahlten Steuern werdet Ihr dann zurückbekommen, wenn Ihr mit Eurem Jahreseinkommen unter dem Grundfreibetrag von derzeit 9.000 Euro bleibt.

Gesetzliche Regelungen

 

Bei der Annahme eines studienbegleitenden Jobs sehen sich Studierende häufig mit einer Vielzahl von Regelungen konfrontiert, die es zu beachten gilt, um Nachteile z.B. beim Bezug von BAföG-Leistungen zu vermeiden.

Auch das Erfordernis einer Lohnsteuerkarte sowie die Abgabenhöhe für Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- oder Rentenversicherung stehen in Zusammenhang mit der jeweiligen gesetzlichen Regelung für die ausgewählte Jobart.  Als Studierende solltet Ihr Euch daher im Vorfeld unbedingt informieren, welche Vorgaben in Hinblick auf Zeit, Einkommen, Regelmäßigkeit des Jobs etc. Gültigkeit haben und ob es für Sonderfälle ebenfalls abweichende Regelungen gibt.

Bei der Bemessung der 450-Euro-Grenze fallen beispielsweise auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sowie der Tariflohn ins Gewicht.  

Solltet Ihr zurzeit nicht über die Annahme eines Jobs nachdenken, sondern die Realisierung eines Praktikums anstreben, so werden bestimmte Regelungen u.a. über die Praktikumsart („Pflichtpraktikum“/ „nicht vorgeschriebenes Praktikum“) für Euch gültig.

Weiterführende Informationen findet Ihr in den aktuellen Infos des Dachverbandes der Deutschen Studentenwerke zum Thema Jobben und natürlich direkt im Beratungszentrum des Studentenwerk Frankfurt oder beim AStA Ihrer Hochschule.

Die Webseiten der Minijob-Zentrale, des Rentenversicherungsträgers sowie der Bundesagentur für Arbeit sind ebenfalls hilfreich, um Neuerungen im Blick zu behalten. Wir wünschen Euch in jedem Falle viel Erfolg und wertvolle Erfahrungen bei der Ausübung Eures Jobs!

Ausländische Studierende

 

Die Zugehörigkeit zu einem EU-Land ist bei der Annahme von Jobs relevant in Hinblick auf die erlaubte Stundenzahl.

Studierende aus Nicht-EU-Ländern haben bei der Reglementierung ihrer Wochenstunden (in der Regel sind diese im Pass vermerkt) andere Vorgaben als Studierende aus EU-Ländern, können ihre Arbeitszeit aber ggf. erhöhen lassen.

Die Zuständigkeit der jeweiligen Behörde unterliegt dabei der regionalen Handhabung, in Frankfurt ist hierfür beispielsweise die Ausländerbehörde zuständig: https://www.frankfurt.de/

Beratungszentrum

Ergänzend zu den Online-Angeboten könnt Ihr Euch natürlich weiterhin an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Beratungszentrum des Studentenwerk Frankfurt wenden.